Die "Stiftung Sarepta" wurde am
31.03.1869 von Bielefelder Bürgern, insbesondere dem Unternehmer Gottfried Bansi
in der Bielefelder Innenstadt gegründet. Für die Aufbauphase stellte die schon
länger bestehende Diakonissenanstalt in Kaiserswerth (bei Düsseldorf) drei
Diakonissen zur Verfügung, darunter auch Sareptas erste Vorsteherin Schwester
Emilie Heuser.
Mit Pastor Friedrich von Bodelschwingh, von 1872 bis 1910 Vorsteher der Stiftung, setzte bald die Entwicklung zum weltweit größten evangelischen Mutterhaus ein.
Bodelschwingh verlegte die Stiftung, die er Sarepta (= Schmelzhütte) nannte, 1872 in unmittelbare Nähe der Rheinisch-Westfälischen Anstalt für Epileptische, die er ebenfalls leitete und Bethel nannte. Sarepta stellte seitdem bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein das weibliche Pflegepersonal für die Stiftung Bethel.
Außer in der Stiftung Bethel waren die zeitweise mehr als 2000 Diakonissen und
diakonischen Schwestern (seit 1953 Ravensberger Schwestern) noch auf Hunderten
weiterer Pflegestationen und in anderen Einrichtungen der Diakonie, die
teilweise auch im Ausland lagen, tätig. Durch den Bau zahlreicher
eigener Einrichtungen wie Krankenhäuser (z.B. das Bielefelder
Allgemeinkrankenhaus Gilead), Altenheime und Schulen prägte Sarepta das Bild der
heutigen Ortschaft Bethel entscheidend mit.
Die Stiftung Sarepta bildet mit der Stiftung Bethel und der Stiftung Nazareth den Verbund der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Seit dem 01. Januar 2000 werden Sarepta und Nazareth von einer gemeinsamen Direktion geleitet. Die Personengemeinschaften der beiden Stiftungen arbeiten ebenfalls enger zusammen.




