Veränderungen in den Stiftungen
Betriebsübergang Pflege- und Betreuungsdienste Bethel gGmbH
verantwortet die Themenfelder Personal und Bildung
Der Vereinfachung von Strukturen in den Stiftungen Sarepta diente die Aufgabe der Pflege- und Betreuungsdienste Bethel gGmbH als eigene Tochtergesellschaft zur Unterhaltung des Pflegedienstes Bethel ambulant. Die vor allem tarifpolitischen Begründungen, die vor mehr als 12 Jahren zur Ausgründung in eine gemeinnützige GmbH geführt haben sind mittlerweile obsolet geworden. Darum wurden zum 01.01.2026 die Pflege- und Betreuungsdienste Bethel gGmbH in die Stiftung Sarepta übergeleitet. Alle Mitarbeitenden sind diesen Weg mitgegangen. So konnte und kann der Dienst seine Arbeit mit gleicher Kraft weiterführen.
Veränderungen in der Struktur der Mitarbeitervertretungen (MAV)
Der Betriebsübergang der Pflege- und Betreuungsdienste, die bis zuletzt eine eigene MAV hatte, machte notwendig, die Struktur der MAVen in den Stiftungen Sarepta und Nazareth neu zu strukturieren.
Diese ordnen sich seit 2026 nun nach den Rechtsträgern unserer Stiftungen.
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Über die MAV Sarepta, werden alle Mitarbeitenden dieser Bereiche vertreten:
Bethel ambulant, Palliativpflege, Tagespflege, Pflegewohngemeinschaften, Kinder-Intensiv-Pflege, Hospiz Haus Zuversicht, Kinder- und Jugendhospiz, Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung (SAPV), Familiennachsorge, Alice-Salomon-Haus, Verwaltungsbereich der Stiftungen Sarepta und Nazareth (Controlling, Personal & Bildung, Sekretariate, Geschäftsstelle der Sarepta Schwesternschaft, Wohnstift). -
Die MAV Altenhilfe OWL vertritt alle Mitarbeitenden in den Einrichtungen der stationären Altenpflege und im FlexTeam.
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Die MAV Bildung vertritt die Mitarbeitenden in den Bildungseinrichtungen der Stiftung Nazareth (Bildung & Beratung Bethel, Pflegeschule Nazareth, Ev. Bildungsstätte für Diakonie und Gemeinde, Freiwilligenagentur Bethel) sowie der Fachhochschule der Diakonie (die seit dem 01.09.2026 Hochschule der Diakonie heißt!).
Nach den Wahlen zu dem MAVen in den vBS Bethel im Frühjahr 2026 haben die neuen MAVen zum 01.05.2026 ihre Arbeit aufgenommen. Wir sind dankbar für das Engagement der Kolleginnen und Kollegen in allen drei MAVen, die den Prozess der Neustrukturierung begleitet und dazu beigetragen haben, alle Mitarbeitenden gut zu informieren. Die Neuwahlen der MAVen wurden gut vorbereitet und durchgeführt. Seit 01.05.2026 sind nun die neuen MAVen konstituiert und haben ihre Arbeit aufgenommen.
Herausfordernde Rahmenbedingungen
Die Rahmenbedingungen für soziale, pflegerische und bildungsbezogene Arbeit waren und bleiben von finanziellen Belastungen und fachlichen Herausforderungen geprägt. Mit dem Pflegeneuordnungsgesetz und den gleichzeitig diskutierten Einsparungen in verschiedenen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens zeichnen sich Veränderungen ab, die für uns in Sarepta und Nazareth wie auch in allen anderen wohlfahrtsstaatlichen Einrichtungen mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen verbunden sind. Die finanziellen Belastungen pflegebedürftiger Menschen werden eher zu- als abnehmen. Wir müssen also auch weiterhin mit einer ökonomisch sehr angespannten Lage rechnen.
Zeitgleich sehen wir wachsende Unterstützungsbedarfe: In der Altenhilfe wächst die Zahl pflegebedürftiger Menschen. Bei Kindern und Jugendlichen nehmen komplexe
familiäre und psychosoziale Problemlagen zu. Im Bildungsbereich steigen die Anforderungen an individuelle Förderung, Inklusion sowie die Vermittlung von Kompetenzen für einen sich wandelnden Arbeitsalltag. Zudem stehen wir vor wichtigen Zukunftsaufgaben: die fortschreitende Digitalisierung sowie die Folgen des Klimawandels werden die Arbeit unserer Einrichtungen in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Insbesondere die zunehmenden Hitzeperioden stellen für die von uns begleiteten Menschen, aber auch für unsere Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und unsere Einrichtungen, bereits jetzt eine große Herausforderung dar und erfordern entsprechende bauliche und konzeptionelle Anpassungen.
Vor diesem Hintergrund wird die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität unserer Angebote von besonderer Bedeutung bleiben. Unser Ziel ist es, auch unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen verlässliche Angebote bereitzustellen und gleichzeitig notwendige fachliche und organisatorische Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Dabei werden Kooperation, Innovation und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen weiterhin eine zentrale Rolle spielen.
Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit
Das Thema Belastung und Gesundheit von Mitarbeitenden spielt bei uns wie in der gesamten Sozialwirtschaft eine herausragende Rolle. Wie auch in den vergangenen Jahren haben wir im Bereich der Pflege recht hohe Krankheitsquoten. Besonders belastend für unser Einrichtungen und Dienste wirken sich zunehmend lange Krankheitszeiten aus. Die fortgesetzte Zunahme psychischer Belastungen und Erkrankungen geschieht auch vor dem Hintergrund einer fortschreitend älter werden Mitarbeitendenschaft. In den Inklusionsteams beraten und entwickeln wir mit den MAVen gesundheitsbezogene Maßnahmen und Entlastungsmöglichkeiten. So wurde in den vBS Bethel ein neues Beratungsangebot für Mitarbeitende mit einem externen Beratungsdienst („talingo EAP“) aufgebaut und bewährt sich insbesondere durch eine niedrigschwellige und nahezu umfassende Erreichbarkeit. Über ein vom Arbeitgeber gefördertes „Sportnavi“-Angebot können Mitarbeitende zu stark vergünstigten Preisen Fitnessstudios, Sportvereine, Hallenbäder oder Massagepraxen nutzen. In den Stiftungen Sarepta und Nazareth fand ein zweiter großer Gesundheitstag statt, der gesundheitsfördernder Maßnahmen und Projekte vorstellte. Zudem gibt es für besonders belastete Personengruppen Möglichkeiten Arbeitszeit zu reduzieren und finanzielle Verluste durch Zulagen zum Teil auszugleichen. Hiervon können Mitarbeitende profitieren, die sich in den letzten Arbeitsjahren vor dem Renteneintritt befinden. Die Angebote gelten auch für Mitarbeitende, denen nach langen Erkrankungen die vollumfängliche Rückkehr an den Arbeitsplatz noch nicht möglich ist oder die durch besondere familiäre Belastungen (pflegebedürftige Angehörige im eigenen Haushalt oder Kind mit Erkrankungen/Behinderung) besonders belastet sind. Hier können befristete Entlastungen durch Reduzierung von Arbeitszeit bei gleichzeitiger Stellenzulage ermöglicht werden.
Der Gesundheitsförderung dient auch die intensive Arbeit an den Fragen zur Arbeitssicherheit. Hier sind wir ebenfalls mit hohem personellem Aufwand bemüht, Gefährdungen und Risiken im Arbeitsalltag aufzuspüren und bestmöglich zu verhindern. Für das Thema Arbeitssicherheit engagieren sich nicht nur die gesondert beauftragten Personen in unseren Arbeitsfeldern, sondern auch das Zentrum für Arbeitssicherheit und das betriebsärztliche Zentrum. Die Berufsgenossenschaft kontrolliert uns als Träger engmaschig, um Gefährdungen bestmöglich auszuschließen. Der hier zunehmend geforderte Aufwand entspricht nicht immer unseren Möglichkeiten und personellen Ressourcen, weil er nicht refinanziert wird. Dennoch ist völlig unstrittig, dass wir in diesem Bereich uns weiterentwickeln müssen. Im kommenden Jahr werden wir wieder eine Gefährdungsbeurteilung psychische Belastungen durchführen, um mit den Mitarbeitenden in unseren sehr unterschiedlichen Arbeitsfeldern bestmöglich in den Austausch darüber zu kommen, was Quellen von Belastungen sind, und wie diesen bestmöglich begegnet werden kann.
Nachhaltigkeit
Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsmanagements führen wir sowohl die Erstellung von CO₂-Bilanzen – dies als Pilotbereich für die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel - als auch ein systematisches Energiemanagement durch. Dabei erfassen und analysieren wir Energieverbräuche sowie relevante Emissionsquellen, um Transparenz über unseren ökologischen Fußabdruck zu schaffen. Auf dieser Grundlage identifizieren wir Einsparpotenziale, setzen gezielte Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen um und steigern kontinuierlich unsere Energieeffizienz.
