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Auf ein Wort...

Jesus antwortete: Ich sage euch:
Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.

Lk 19,40

Dieses Wort Jesu ist aufgezeichnet bei Lukas. Interessant, dass die drei anderen Evangelisten Matthäus, Markus und Johannes, diese Textstelle nicht wiedergeben. Ob sie es wohl nicht mitgekriegt haben? Oder ob sie es nicht für so wichtig gehalten haben? Dabei bedeutet es doch sehr viel. Zunächst einmal, wie es zustande gekommen ist und in welchem Zusammenhang es steht: Jesus ist dabei, in Jerusalem einzuziehen. Viele begeisterte Jünger folgen ihm. Als er sich dem Ölberg nähert, erscheint der Fußmarsch doch ein wenig mühsam. Jesus bittet seine Jünger, aus dem nächsten Dorf einen dort vor einem Haus angebundenen jungen Esel zu holen. Die Leute dort wundern sich und fragen, was das solle. Die Jünger antworten: „Der Herr will es so!“ Damit geben sie sich zufrieden und Jesus reitet auf dem Esel den Ölberg hinauf. Während sich Jesus immer mehr Jerusalem näherte, jubelte die Menge der Jünger, breitete Kleider auf dem Weg und schmückte ihn mit Palmzweigen und anderem Grün. Die Pharisäer, die das Geschehen argwöhnisch beobachteten, riefen Jesus zu, er möge seinen Jüngern die Jubelrufe verbieten, wohl aus Angst und Rücksicht auf die Römer. Aber Jesus antwortete ihnen mit dem überlieferten Satz: „Ich sage euch: Wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.“ Steine, die schreien? Ist das nicht weit hergeholt wie viele Worte Jesu, die erklärt werden müssen? Zunächst einmal: Steine können wirklich schreien. Ja! Wer schon einmal in den Bergen, etwa in den Alpen, extreme Wetterstürze mit großer Kälte oder Hitze erlebt hat, wird gehört haben, wie Felsen zersplitterten, zerkrachten, abbrachen, sozusagen schrien. Nicht weit von Bethel gibt es die Externsteine. Da ist das auch zu erleben. Nun wollten uns Jesus und der Evangelist Lukas nicht auf Besonderheiten in der Natur aufmerksam machen. Für mich ist die Botschaft ganz einfach: Das Bekenntnis zu Gott lässt sich nicht unterbinden oder verbieten. Und da sind wir bei unserem Grundgesetz, der Verfassung unserer Bundesrepublik Deutschland, wonach die Religionsfreiheit garantiert ist. Und das gilt nicht nur für uns Christen, sondern in gleicher Weise auch für Juden, Buddhisten, Hindus, Moslems und andere. „Der Islam gehört zu Deutschland!“ hat der frühere Bundespräsident Christian Wulff gesagt. Der Satz gilt. Und genauso, wie manche Zeitgenossen knurrend das Läuten der Kirchglocken hinnehmen müssen, muss es dem Muezzin erlaubt sein, seine Gebete vom Minarett hinunter zu rufen.

Sr. Andrea Michael | Diakonisse der Sarepta Schwesternschaft | Diplom-Sozialarbeiterin

 

Wochensprüche / Wochenlieder

  • Invokavit (01.03.)
    Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. | 1. Joh 3,8b
    EG 347 Ach bleib mit deiner Gnade / EG 362 Ein feste Burg ist unser Gott
  • Reminiszere (08.03.)
    Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. | Röm 5,8
    EG 94 Das Kreuz ist aufgerichtet / EG 96 Du schöner Lebensbaum des Paradieses
  • Okuli (15.03.)
    Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück ,der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. | Lk 9,62
    EG 391 Jesu, geh voran / EG.E 22 Kreuz, auf das ich schaue
  • Lätare (22.03.)
    Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. | Joh 12,24
    EG 98 Korn, das in die Erde / EG 396 Jesu, meine Freude
  • Judika (29.03.)
    So wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. | Mt 20,28
    EG 76 O Mensch, bewein dein Sünde groß / EG 97 Holz auf Jesu Schulter

 

 

Zwei Wölfe

Eine alte Indianerin saß mit ihrer Enkelin
am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden,
das Feuer knackte, die Flammen
züngelten zum Himmel.
Die Alte sagte nach einer langen Weile des
Schweigens: „Weißt du, wie ich mich
manchmal fühle? Es ist, als ob zwei Wölfe
in meinem Herzen miteinander kämpfen
würden. Einer der beiden ist rachsüchtig,
aggressiv und grausam.
Der andere ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“

„Welcher der beiden wird den Kampf um
dein Herz gewinnen?“, fragte das Mädchen.

Bedächtig antwortete die Alte:
„Der, den ich füttere.“

Aus: „Oh! Noch mehr Geschichten für andere Zeiten“, 2010.
Hamburg, Andere Zeiten e.V., www.anderezeiten.de

 

 

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