Die Archivalien der 1869 gegründeten und seit Mitte der 1920er Jahre weltweit
größten Diakonissenanstalt erweisen sich als wichtige Quellen für die Diakonie-
und Sozialgeschichte, die Religionsgeschichte, aber auch für die Frauen- und
Geschlechtergeschichte.
Die Bestände des Sarepta-Archivs im Überblick:
I. Innerer Aufbau und Organisation des Mutterhauses
Hauptbücher und Schwesternverzeichnisse
Protokollbücher der Direktionen,
Konvente und Vorstände, Bezirkseinteilungen
Sach- und Personalakten (z.B.
Aus- und Fortbildungen der Schwestern; Einsegnungen und Jahresfeste; Vorsteher-
und Vorsteherinnenwechsel; Schwesterntage und Herbstkonferenzen;
Altersversorgung der Schwestern; Hilfsschwesternschaften; Ravensberger
Schwesternschaft; Pfarrer-, Ärzte - und Schwesternakten)
II. Arbeitsfelder der Schwestern
- "Stationsakten" (= größter Bestand)
- Sareptaeigene Einrichtungen in Bethel und an anderen Orten = Krankenhäuser, Ausbildungsstätten, Schulen und Internate, Erholungshäuser, Feierabendhäuser, Haus der Stille
- Frauenpflegehäuser in der Anstalt Bethel
- Stationen in (fast) allen Landesteilen Deutschlands, mit hoher Dichte in Westfalen = Krankenhäuser, Gemeindepflegestationen, Kleinkinderschulen usw. in ca. 300 Städten und kleineren Orten
- Stationen und Verbindungen im Ausland z.B. in: Amsterdam, Brüssel, Cannes, Davos, Graz, Hamamatsu, Karagwe, London, Metz, Nizza, Paris, Riga, Schonenberg, Usambara, Wien, Zürich
- Diakonissenanstalten (Kontakte, Austausch, Aufbauhilfe) im In- und Ausland z.B. in: Arnheim, Bern, Dayton , Flensburg, Grünberg, Hamburg, Kraschnitz, Lodz, Miechowitz , Neuendettelsau, Oldenburg, Potsdam, Quakenbrück, Riehen , Stockholm, Witten, Zöptau
III. Sammlungen
- Schwesternbrief der Vorsteher und Vorsteherinnen an die Diakonissen (1873 bis heute)
- Ravensberger Schwesternbrief (ab 1954 bis heute)
- Die Schmelzhütte (1909 bis 1989)
- Bildarchiv
IV. Nachlässe
- von Diakonissen und Ravensberger Schwestern


