Reinhard Neumann: "Das werkende Gotteswort"
Das
Friedrich von Bodelschwingh-Fenster im Bildprogramm der Dortmunder St.
Reinoldikirche In: Günter Högl/Thomas Schilp (Hgg.), Beiträge zur Geschichte
Dortmunds und der Grafschaft Mark, Band 91, Dortmund 2000.
Seit dem Jahr
1913 stand die Dortmunder Reinoldi-Kirchengemeinde in engem Kontakt zur
Westfälischen Diakonenanstalt Nazareth. Bis zum Jahr 1947 arbeiteten dort in
Folge vier Nazareth-Diakone als "Sekretäre" des "Evangelischen Männer- und
Jünglingvereins". Im Dezember 1931 wurde in St. Reinoldi ein Kirchenfenster mit
der Darstellung des Betheler Patriarchen, Pastor Friedrich von Bodelschwingh,
geweiht. Doch selbst Experten wussten bisher nichts vom so genannten
"Bodelschwingh-Fenster". Nicht völlig zu Unrecht, denn die Zerstörungen des 2.
Weltkriegs bereiteten jenem Dekor, wie auch fast der gesamten übrigen Kirche,
ein abruptes Ende.
Reinhard Neumann: "Die Nazareth - Schwestern Frauen in der
Diakonie ohne Mutterhausbindung"
In: Matthias Benad (Hg.), Bethels
Mission (1), Zwischen Epileptischenpflege und Heidenbekehrung, Bielefeld
2001.
Eine Frauenberufsgruppe in der Diakonenanstalt Nazareth wurde
gemeinhin mit dem missverständlichen Namen Nazarethschwesternschaft bezeichnet.
Es handelte sich um Frauen, die zu Beginn des 1. Weltkriegs bei akutem
Arbeitskräftemangel zu ähnlichen Bedingungen wie Diakone eingestellt wurden ,
ohne aber dauerhafte Anstellung zu finden und geistlich organisiert zu werden.
So hatten die unter dem Begriff "Nazareth-Schwestern" berufstätigen Frauen nie
eine echte Chance, sich zu einer organisierten Schwesternschaft an der Seite der
Diakone zu entwickeln.
Reinhard Neumann: "Zwangsarbeit und Freie Helfer in
Nazareth"
In: Matthias Benad/Regina Mentner (Hgg.),
Zwangsverpflichtet, Kriegsgefangene und zivile Zwangsarbeiter(-innen) in Bethel
und Lobetal 1939-1945, Bielefeld 2002.
Unter der Gruppe der "Freien
Helfer" der Westfälischen Diakonenanstalt Nazareth befanden sich zahlreiche
französische Pharmazie- und Medizinstudenten, deren anfänglich von den Behörden
als freiwillig deklarierte Mitarbeit in der Krankenpflege sich bald als
Zwangsverpflichtung entpuppte. Unter diesen "Freien Helfern" fanden sich aber
auch einige "Halbarier", deren sich Nazareth angenommen hatte, - und ein
niederländischer Zwangsarbeiter, der, trotz Zwangsverpflichtung, in Bethel eine
geistliche Heimat fand.
Horst Bauer, Andreas Bundrock, Robert Frick, Heinrich
Jürgenbehring, Reinhard Neumann, Helmut Rosemann, Jürgen Steinbrück (Hg.)"Was
kann aus Nazareth Gutes kommen?"
Aus der 125jährigen Geschichte der
Diakonischen Gemeinschaft und Westfälischen Diakonenanstalt Nazareth/Bethel
Bielefeld 2002.
Zum 100-jährigen Bestehen 1977 legte Robert Frick ein
Geschichtsbuch Nazareths vor. Dieses Buch wurde im Original neu aufgelegt und
nicht verändert, auch wenn aus heutiger Sicht einige Ereignisse anders oder neu
bewertet werden (können). Beiträge zur Geschichte Nazareths in den dann
folgenden 25 Jahren wurden hinzugefügt. Den Mitgliedern, Freundinnen, Freunden
Nazareths soll eine Darstellung der Gemeinschaft an die Hand gegeben werden, die
einen Einblick in die Entwicklung und das Leben Nazareths ermöglicht.
Reinhard Neumann: "Gutes getan und doch
schuldig?"
Der Betheler Diakon August Schellenberg und sein Wirken
in den Niederlanden 1937-1949 In: Bernd Hey (Hg.), Jahrbuch für Westfälische
Kirchengeschichte, Band 99, Bielefeld 2004
Der Betheler Nazareth-Diakon
August Schellenberg arbeitete seit April 1937 als Seemannsmissionar in
Amsterdam. Mit der Okkupation der Niederlande durch die Deutsche Wehrmacht im
Mai 1940 wurde Schellenberg direkt einer Dienststelle des "Höheren SS- und
Polizeiführers für die besetzten Niederlande" unterstellt. In dem Aufsatz wird
das Wirken Schellenbergs in den Niederlanden zwischen 1937 und 1949 dargestellt,
das unmittelbar mit den widrigen Zeitumständen des von Deutschland begonnenen
Krieges, aber auch mit der Verfolgung, der Deportation und schließlich der
Ermordung von rassisch und politisch unerwünschten Menschen verbunden war, die
aufgrund einer pervertierten Politik zum rechtlosen Freiwild erklärt worden
waren.
Reinhard Neumann: "Betet für mich, dass die Kraft des
Herrn in mir Schwachem mächtig werde"
Deutsches Schiffahrtsarchiv -
Wissenschaftliches Jahrbuch des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 27,
2004.
Während des so genannten "Boxer-Aufstands" in China
(1900-1901)wurden sieben Nazareth-Diakone an Bord eines Überseedampfers des
Norddeutschen Lloyd, der "Gera", als Krankenpfleger nach China gesandt. Die
Reiseroute führte sie von Wilhelmshaven bis nach Shanghai. Die gesamte Reise
dauerte etwa elf Wochen. An Bord der "Gera" herrschten für die Diakone recht
ungewohnte Zustände. Differenzen mit der sonstigen Besatzung des Schiffes, ihren
Vorgesetzten und nicht zuletzt Querelen untereinander führten schließlich dazu,
daß nach einer persönlichen Intervention Pastor Bodelschwinghs d. Ä zwei Diakone
vorzeitig nach Deutschland zurückkehrten. Die restlichen fünf Brüder sind bis
zum Ende der Expedition als Krankenpfleger an Bord der "Gera" geblieben.
Matthias Benad (Hg)"Eckardtsheim- Bethels Kolonien in der
Senne"
Von der Gründung der Arbeiterkolonie Wilhelmsdorf bis zur
Auflösung als Teilanstalt. Frühjahr 2005. Darin:
Reinhard Neumann: "Die
Senne und das Militär"
Bis zum Ende des Deutschen Kaiserreichs betrieb
Nazareth auf dem Truppenübungsgelände in der Senne das Soldatenheim
"Hohenzollerhaus", in dem jährlich tausende junger, wehrpflichtiger Soldaten im
Sinn einer "behüteten" Fürsorge betreut wurden.
Reinhard Neumann: "Der Betheler Freiwillige
Arbeitsdienst."
In einem konfessionell geprägten "Freiwilligen
Arbeitsdienst" sollten während der Weltwirtschaftskrise der 30er-Jahre
arbeitslose Jugendliche aus den Industriegebieten in landwirtschaftliche Berufe
umgeschult werden. Die hoffnungsvollen Ansätze dieser Arbeit in den Jahren
1931-1933 wurden durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten abrupt
beendet.
Reinhard Neumann: "Der Beckhof - die etwas andere
Bethelkolonie"
Ab dem Herbst 1958 bezogen ehemalige "Displaced
Persons" (DP´S)- seit dem Jahr 1945 heimatlos gewordene Ausländer, zumeist aus
den Staaten Ost- und Nordosteuropas - die Beckhofsiedlung. Ein eigenes
Gemeinwesen entstand, in dem seither Menschen unterschiedlicher Nationalitäten
und religiöser Bekenntnisse zusammenleben. Die Siedlung erhielt im Jahr 1962
eine eigene Kirche, die unter ihrem Dach vier religiöse Kulträume vereinigt.
Durch den Zustrom von Umsiedlern aus Osteuropa wird in den letzten Jahren die
Beckhofkirche und das ökumenische Gemeindehaus in starkem Maß religiös und
kulturell frequentiert.
Reinhard Neumann: Die Teilnahme der Minden-Ravensberger Posaunenchöre
bei der Denkmaleinweihung an der Porta Westfalica
in: Bernd Hey
(Hg.), Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte, Band 100, 2006
Zum
Inhalt:
Am 18. Oktober 1896 war die Einweihung des Denkmals an der Porta
Westfalica zu Ehren Kaiser Wilhelms I. Auch über 1.200 Bläser der
Minden-Ravensberger Posaunenchöre unter der Leitung des damaligen Vorstehers der
Westfälischen Diakonenanstalt Nazareth, Pastor Johannes Kuhlo, nahmen an den
Einweihungsfeierlichkeiten teil.
Texte zur Nazareth - Geschichte (erhältlich über die Westfälische Diakonenanstalt Nazareth) In den bisherigen drei Broschüren mit Texten zur Geschichte der Westfälischen Diakonenanstalt Nazareth sind bisher u.a. erschienen:
- Die Freie Evangelische Nazareth-Pflegerschaft
- Posaunenarbeit im Kaiserreich
- Fürsorgearbeit im Ersten Weltkrieg
- Pastor Friedrich von Bodelschwingh der Jüngere
- Nazareth und der Johanniterorden


