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Monatlicher Impuls aus den Stiftungen

Auf ein Wort...

„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“
(2. Kor. 12, 9)

Ein echtes biblisches Diakoniewort. Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig, das ist zugleich auch Wesen unserer Diakonie. In Witten an der Kapelle des Ev. Krankenhauses ist ein Bronzerelief angebracht mit dem Wort: „cristo in aegrotis“ – „Christus in den Kranken“. Das Wort „cristo in aegrotis“ wird verdeutlicht durch die Skulptur zweier Menschen: einer, der dem anderen schützend aufhilft – beide einander zugewandt. Sie scheinen im Dialog zu sein.
Gemeint ist, dass Christus in den Kranken sichtbar wird und auch darin seine Kraft zeigt.

Eine Erfahrung, die wir Christen, als in der Diakonie Tätige, gut kennen. Das vermeintlich Schwache kann dem vermeintlich Starken Kraft geben, zum Segen werden. Doch wie geht das?

Merkwürdig, dachte ich, als ich die Jahreslosung das erste Mal las. Da fehlt doch etwas. Der Blick in die Bibel war erhellend. Die Jahreslosung ist nach der Lutherübersetzung nur der zweite Teil des Satzes. Vollständig heißt der Vers 9: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“.

So klingt die Jahreslosung noch mal ganz anders für mich. Der ganze Vers bezieht sich aufeinander. Die Gnade Gottes, die Gnade Jesu Christi macht es möglich, dass die Kraft Christi in den Schwachen lebendig wird. Gnade, das wissen wir, bedeutet so viel wie Liebe, Zuwendung und Geschenk. Durch die Zuwendung, die Wendung Gottes zu uns Menschen hin, wird selbst das, was schwach ist, bedeutungsvoll und erhält neue Kraft, neue Energie.

Eine Mut machende und aufbauende Jahreslosung auch für die Starken, die ihre Schwächen haben. Unsere Wendung hin zu Gott, unsere Hinwendung ermöglicht zugleich, uns beschenken zu lassen - von Gott. Die Gnade empfangen zu dürfen in den jeweiligen Situationen, in denen wir Bedürftige sind: in Krankheit, beim Abschied nehmen, im Alltag.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie offen sein mögen und sich beschenken lassen können von der Gnade Gottes in Begegnung mit den Menschen, im Gebet zu Gott, im Umgang mit der Schöpfung.

Ihre
Sr. Anke Frickmann

Geistliche Impulse 2012

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Mitarbeitende,
liebe Freundinnen und Freunde Nazareths und Sareptas!

Diese neue Ausgabe der Geistlichen Impulse für das Jahr 2012 haben wieder viele Geschwister aus Nazareth und Sarepta vorbereitet.

Die Andachten zu den Monatssprüchen sowie die Texte und Fürbitten sind ein Angebot, im Getriebe des Alltags für ein paar Augenblicke innezuhalten, Zeit zu haben zur Besinnung auf Gottes Botschaft und daraus Kraft zu schöpfen für den weiteren Weg.

Wichtiger Bestandteil unserer Geistlichen Impulse sind die Hinweise auf die Geburtstage. Sie geben Impulse, aneinander zu denken und füreinander zu beten. Ein Ausdruck dessen, was uns in Gemeinschaft miteinander verbindet. Gedenktage und Termine sollen uns mit Vergangenem verbinden und auf Aktuelles hinweisen.

Hinweise auf die Festtage anderer Religionen sind Ausdruck dafür, dass wir nicht alleine in der Welt leben und arbeiten, sondern in der Gemeinschaft mit anderen unsere Arbeit tun.

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen und sein Geleit durch das Jahr 2012 und freuen uns auf geschwisterliche Begegnungen.

Ihr                                          Ihre
Paul-Friedrich Klein                     Sr. Anke Frickmann

 

Wenn Sie für die Gestaltung der Geistlichen Impulse 2013 Anregungen haben oder Texte zur Verfügung stellen können, wenden Sie sich bitte an Schwester Uta Braune-Krah oder an Schwester Anke Frickmann.

 

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